Europaweite Langfristprognose




Einführung: Als Resultat umfangreicher Forschungen und Untersuchungen ist es gelungen, eine weitere Methode zur Langfristprognose zu entwickeln. Mit dieser Methode (European-Analogy-System) ist es möglich auch für andere Teile Europas eine langfristige Vorhersage zu erstellen und und ein alternatives Gegenmodell zum LRFS zu präsentieren. Allerdings befindet sich das Vorhersagesystem noch im Enwicklungsstadium, so dass vorerst noch keine detailierte Angaben über Eintreffwahrscheinlichkeiten bzw. Verifikationen gemacht werden können.

Beschreibung: Die Vorhersagemethode (EAS) basiert auf der Grundannahme, dass bestimmte Luftdruckverteilungen, wie sie in den letzten Monaten auftraten, auch in früheren Jahren in vergleichbarer Art und Weise schon einmal aufgetreten sind und das die jetzige Weiterentwicklung der Witterung jenen Verlauf der damaligen Jahre ähnlich sein muss. Aufgrund dieser Tatsache wurden zunächst die Verteilungen der Luftdruckanomalien der aktuell abgelaufenen 5 Monate betrachtet. Aus dem Zeitraum 1901 - 2015 wurden zur Vorhersageerstellung all die Jahre herangezogen, wo mindestens 4 der 5 untersuchten (gleichartigen) Monate auf der nördlichen Halbkugel zwischen 90° W und 90° O im Großen und Ganzen eine Druckverteilung aufwiesen, die denen der letzten 5 Monate ähnlich ist. Die Selektion geeigneter Jahre - sogennanter Analogiefälle - erfolgt durch einen statistischen Analogie-Index. Anschließend wurde ein mittlerer Verlauf jener Druckanomalien errechnet, die den Monaten der ermittelten Analogjahre folgten. Besondere Berücksichtigung findet dabei neuerdigs auch die Intenstität besonderer Phänomene wie ENSO (El Nino Southern Oscillation) sowie der Schneebedeckungsgrad des eurasischen Kontinents im Herbst.

In den dargestellten Grafiken sind auf der linken Seite die berechneten Luftdruckanomalien über Europa für Dzember, Januar und Februar 2017/18 zu erkennen. Rechtsseitig sind die daraus resultierenden Temperaturverteilungen dargestellt. Der blaue Farbton markiert dabei Felder, wo eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für zu niedrige Temperaturen (gegenüber dem Mittelwert) besteht, der rote Ton dagegen Gebiete mit übernormalen Temperaturen.

Prognose Druckabweichung Dezember 2017 Prognose Temperatur Dezember 2017
Prognose Druck Dezember 2017 Prognose Temperatur Dezember 2017

Prognose Druckabweichung Januar 2018 Prognose Temperatur Januar 2018
Prognose Druck Januar 2018 Prognose Temperatur Januar 2018

Prognose Druckabweichung Februar 2018 Prognose Temperatur Februar 2018
Prognose Druck Februar 2018 Prognose Temperatur Februar 2018


Berechnete Temperaturabweichung (gegenüber der Periode 1961 bis 2010) des Monats Dezember 2017 für Berlin: + 0.4 K
Berechnete Temperaturabweichung (gegenüber der Periode 1961 bis 2010) des Monats Januar 2018 für Berlin: - 0.2 K
Berechnete Temperaturabweichung (gegenüber der Periode 1961 bis 2010) des Monats Februar 2018 für Berlin: + 1.2 K


Jahre mit vergleichbaren Bedingungen in den Vormonaten sind derzeit:

1949, 1967, 1970, 1973, 1983, 1984, 1990, 1994, 1996, 1999, 2001, 2005, 2013


Ausblick: In den Wintermonaten baut sich zunächst nördlich der Azoren hoher Luftdruck auf, dem tiefer Druck über Skandinavien gegenübersteht. Dazwischen fließen mit einer westlichen bis nordwestlichen Strömung gemäßigt milde bis moderate Luftmassen nach Mitteleuropa. Im Januar könnnte sich vorübergehend hoher Luftdruck über Skandinavien etablieren mit zumindest gelegentlichen Kältevorstößen aus dem Osten, ehe sich im Februar voraussichtlich das Islandtief massiv stärkt und zu einer Zunahme von westlichen oder südwestlichen Winden führt. Daher ist hier von einem sehr milden Monat auszugehen Rückblick: Abschließend noch ein paar Worte zu den vergangenen Monaten und Jahren. Die gestellten Prognosen der zu erwartenden Druckanomalien im europäischen Raum lieferten im Großen und Ganzen zufriedenstellende Ergebnisse. Probleme bereiten noch einige Feinheiten, z.B. was die Genauigkeit und Stärke der prognostizierten Abweichungen angeht. Dazu zählen auch die daraus berechneten Temperaturen für Mitteleuropa, deren Resultate durch noch gezieltere Auswahl von Vergleichsjahren verbesserungswürdig sind.

Wichtig: Aufgrund der manuellen Bearbeitung der Methode und des damit verbundenen Zeitaufwands sollte zunächst nur vor den Hauptjahreszeiten eine 3-Monatsprognose erfolgen. Da das Verfahren inzwischen automatisiert wurde, ist ein Update der Prognosen nun im 2-Monatsrhythmus möglich.

Update: 09.11.2017
Neu: Januar 2018
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